Kunst und Corona

„Kleider zeigen ihre Geschichte“

Die 43-jährige Upcycling-Künstlerin Monka Zechner wohnt in Wien und ist zurzeit arbeitslos. Für Künstler wünscht sie sich eine Versicherung und eine eigene Beratungszentrale.

ÜBER DICH

Seit wann machst du Kunst?
„Seit 10 Jahren. Ich habe „performance and arts“ in London studiert und Theater-Film- und Medienwissenschaft (Bachelor) in Wien. Ich bin auch gelernte Schneiderin.“
Wie hat sich dein Schaffen durch die Krise verändert?
„Ich habe mehr Zeit zum Kreieren in der Krise.“
Wie würdest du deinen Stil beschreiben?
„Decooupage, Übermalung, Upcycling“
Hat sich an dem seit Corona etwas geändert?
„Nein.“

CORONA


Wie stehst du dazu, dass einige Berufsgruppen während Corona besonders hervorgehoben wurden (KassiererInnen, PflegerInnen) und andere dabei vergessen wurden (KünstlerInnen)?
„Ich glaube Künstler zu sein ist ein Luxus, da es kein Grundbedürfnis ist. Ich finde Lehrer und Pfleger, Ärzte sollten mehr Achtung finden, denn ihre Arbeit ist viel wichtiger.“
Welcher politische Gedanke motiviert/prägt dich am Meisten?
„Ich würde gerne ein matriachales System wieder sehen und mehr Gerechtigkeit beziehungsweise eine Weltpolitik statt Länderpolitik.“
Wie würdest du dich politisch einordnen? Und findest du Politik wichtig?
„Ich tendiere zu den Grünen, da sie an die Umwelt denken. Ich glaube gewisse Regeln sind für ein Zusammenleben schon wichtig.“
Wie bist du zur Kunst gekommen und was nimmst du aus der Krise für dich persönlich mit?
„Ich war immer schon kreativ, auch im Kindergarten. Aus der Krise nehme ich die Erkentniss mit, dass Zeit sehr kostbar ist, dass mir die Massen nicht fehlen und dass die Welt sich erholen kann.“

DIE ZUKUNFT


Bist du auf Förderungen angewiesen bzw. bekommst du überhaupt Förderungen?
„Ja zurzeit schon, da ich mich arbeitslos gemeldet habe. Die Sozialversicherung für Künstler ist sehr teuer. Ebensowenig gibt es keine Zentrale für Künstler in Wien, bei der einem geholfen wird.“
Denkst du die staatliche Untertsützung für Kunstschaffende ist ausreichend?
„Schwer zu sagen, da das Leben ohne Kunst langweilig wäre allerdings sind während einer Krise andere Sachen wichtiger.“
Wie würde deine perfekte Welt nach Corona aussehen? Glaubst du überhaupt an so etwas wie eine perfekte Welt oder Zukunft?
„Die Menschen halten zusammen, bessere Zusammenarbeit der Länder, keine Krise mehr. Dass die Erfindungen freigegeben werden von der Industrie. Gratis Energie ist möglich, schon seit 100 Jahren, nur weil es nicht rentabel ist, müssen wir und die Umwelt auch darauf verzichten. Mensch und Erde sollten in einer Symbiose leben, nicht Ausbeutung.“
Könntest du uns einen Einblick in deine kommenden Projekte geben?
„Madada Fashion: Ich upcycle alte Kleidung. Sie haben eine Geschichte, Messages auf den Kleidern zeigen diese Geschichte.“
Haben sich deine Pläne/Aufträge aufgrund von Corona verschoben/wurden abgesagt?
„Verschiedene Messen wurden abgesagt und Events. Ich konnte keine Märkte machen.“

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