Ja, ins nirgendwo führt das alles hin, genau. Warum, weiß ich auch nicht recht aber das Kiffen stört mich mittlerweile mehr an mir selber als mein Körper und ich bin eine Frau. Laut jedem Klischee, mag eine Frau ihren Körper nämlich sowieso nie so recht. Frauen sind grundsätzlich immer unzufrieden mit sich selbst und arbeiten ständig an sich. Ich frage mich nur, wo soll die ganze Arbeit hinführen? Ins KZ?

Ich übertreibe nicht maßlos, nein, in diesem Fall nicht. Ich übertreibe wenn’s um’s Kiffen geht oder um Exzesse im Allgemeinen, aber nicht, wenn es um Klischees geht. Noch ein Klischee über Frauen ist ja, dass sie hysterisch sind oder noch schlimmer, manche sogar Hexen.

Okay, das mit den Hexen trifft heutzutage eher auf EsoterikerInnen zu. Trotzdem, ich glaube, ihr wisst, worauf ich hinaus will. Falls nicht, hab ich was verpasst, nicht ihr. Im Verpassen bin ich nämlich auch nicht so schlecht, hingegen der Klischees. Ich verpasse regelmäßig wichtige Termine oder sage sie in letzter Sekunde ab.

Überhaupt frage ich mich gerade warum ich überhaupt schon wieder beim Kiffen bin und nicht mit anderen Dingen beschäftigt? Vielleicht damit ich schreiben kann? Brauch ich das Kiffen jetzt sogar schon um kreativ zu werden?

(c) Tommy Guerrero

Das ist Andrea Nagl!

Ein Porträt von Marie Richlik

Wir treffen uns mit Andrea Nagl im Volksgarten hinter‘m Heldenplatz beim Denkmal der
Exekutive. Zum persönlichen Interview kommt sie in legerem Jumpsuit, in schwarz gekleidet,
aber dennoch luftig. Es hat gefühlte 40 Grad. Zum Kennenlernen stoßen wir erst mal mit einem
Radler an. Beim Vorbeirradeln am musischen Zentrum ist ihr übrigens wieder eingefallen, wo
ihre Karriere begonnen hat und zwar mit ihrer ersten Tanzstunde, in eben diesem Zentrum.

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